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Neujahrsempfang des Handwerks

Chambre des Métiers Publié le 13 janvier 2015 Retour
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Anlässlich des Neujahrsempfangs des Handwerks sprach Norbert Geisen verschiedene
Themen an, die den Sektor besonders interessieren.

In seiner Ansprache bedauerte er das teilweise schwierige Verhältnis mit der Regierung.
Insbesondere kritisierte er, dass im Rahmen von Zweiergesprächen zwischen der Regierung
und den Gewerkschaften Entscheidungen getroffen wurden von denen Unternehmen direkt
betroffen seien, ohne dass Arbeitgebervertreter in diesen Entscheidungsprozess
eingebunden wurden.

Sozialdialog müsse auf gemeinsamen Werten und Zielen aufbauen und nicht durch den
ständigen Druck der Gewerkschaften geprägt sein, so Geisen weiter.

Das Handwerk habe Verständnis dafür, dass die Regierung in einem schwierigen Umfeld
handeln müsse.

Viele Initiativen der Regierung würden schließlich auch begrüßt, wie z.B. die Absicht die
Staatsfinanzen auszugleichen, das stabile Niveau der öffentlichen Investitionen und die
konkreten Fortschritte im Bereich der administrativen Vereinfachung.

Gleichzeitig fordert er, dass die Vorschläge der Unternehmen mehr Beachtung finden
müssten. Diese seien keine Erfindung der Arbeitgeberorganisationen sondern würden die
Realitäten der Unternehmen wiederspiegeln. Genau wie die Regierung, sei den Arbeitgebern
an einem wirtschaftlich leistungsfähigen, sozial gerechten und lebenswerten Luxemburg
gelegen.

In den jetzigen Verhandlungen sei es insbesondere wichtig eine Lösung bei der Finanzierung
der Arbeitgebermutualität zu finden. Bei der Einführung des Einheitsstatutes habe die
Regierung die finanzielle Neutralität zugesichert. Diese Zusicherung gelte es jetzt zu
respektieren, wenn der Sozialdialog als Instrument erhalten werden soll.

Kritisch sieht die Fédération des Artisans auch die Diskussionen rund um die Fusion der
Handwerks- und Handelskammer. Hier würden funktionierende Strukturen zerschlagen,
ohne dass was die konkreten Vorteile einer großen Wirtschaftskammer seien. Die gefundene
Lösung müsse auf jeden Fall im Interesse der Unternehmen sein.

Abschließend bot Geisen der Politik die Mitarbeit der Handwerksorganisationen an. Viele
Probleme seien entstanden weil nicht genügend und nicht früh genug miteinander
gesprochen wurde.

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