Contenu actualisé le 29.02.2016

Chancengleichheit und „Actions positives“ - Wie können Handwerksunternehmen davon profitieren?

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Am 27. Februar diskutierten 15 Teilnehmer mit Mitarbeitern des Ministeriums zum Thema "Chancengleichheit in Handwerksunternehmen". "Was bedeutet Chancengleichheit in meinen Betrieb?", "Was versteht man unter actions positives?", "Wo kann ich mich informieren?", "Wer berät mich individuell?", "Wo finde ich welche Unterstützung?" und "Was hat mein Betrieb davon?"

Isabelle Wickler und Simone Gruhlke-Geimer vom Ministerium für Chancengleichheit erklärten kurz warum die Gleichstellung ein wichtiges europäisches Thema ist und warum gerade auch KMU und das Handwerk einen wesentlichen Beitrag in diesem Bereich leisten können und sollen. Zudem ist es wichtig sich vor Augen zu führen, dass unter Gleichstellung nicht nur die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern verstanden wird.

Isabelle Wickler und Simone Gruhlke-Geimer betonten zudem ausdrücklich, dass alle Maßnahmen, die von Betrieben zur Förderung der Chancengleichheit unternommen werden, freiwillig sind, Betriebe aber nachweislich davon profitieren.

Auf der Webseite www.erc-online.eu finden sich beispielhafte Maßnahmen von Unternehmen aus ganz Europa, die interessierten Betrieben Anregung und Idee zu eigenen Projekten geben könnten.
Luxemburger Unternehmen werden von Mitarbeitern des Ministeriums individuell beraten und begleitet. Unternehmen, die an den "Actions positives" teilnehmen, werden zudem vom Ministerium für Chancengleichheit finanziell unterstützt. Weitere Informationen zu den "Actions positives", zu Beratung und Förderung finden Sie auf der Webseite des Ministeriums www.mega.public.lu.

Anschließend stellte Dany Krier von Cimalux den Teilnehmern anschaulich Maßnahmen und Projekte vor, die Cimalux gemeinsam mit dem Ministerium umgesetzt hat. Er machte deutlich, dass er sich anfangs sehr wohl die Frage gestellt hat, ob solche Maßnahmen für einen kleinen Betrieb überhaupt möglich sind. "Wie soll das aussehen? Eine Kantine machte bei der Größe unserer Firma und den Betriebsabläufen gar keinen Sinn. Die Einrichtung einer Kinderbetreuung genauso wenig. Was also kann man machen? Und wo fangen wir an?"
Angefangen hat alles mit dem Kontakt zum Ministerium und einer Erstberatung bzw. einer kurzen Bestandsaufnahme. Soll die Umsetzung von Maßnahmen ein Erfolg werden, muss das gesamte Personal von Anfang an mit einbezogen werden. Also wurde eine Umfrage an alle Mitarbeiter ausgegeben. Die Ergebnisse der Umfrage waren teilweise zu erwarten, teilweise aber auch verblüffend. Die Mitarbeiter wurden von Anfang an mit eingebunden, konnten Ideen einbringen und haben das Projekt unterstützt. Alleine hierdurch war schon ein erster wichtiger Schritt getan. Plötzlich entwickelte sich eine Kommunikationsstruktur, die so vorher nicht da war, unter den Mitarbeitern selber aber auch über Hierachiestrukturen hinweg. Probleme wurden erkannt und gelöst, bevor sie negative Auswirkungen auf Produktion oder Motivation hatten. Vorschläge und Ideen von Mitarbeitern haben auch zur Verbesserung einiger Abläufe beigetragen.

In der aktuellen Ausgabe des "d‘Handwierk" erscheint desweiteren ein Interview mit Ministerin Lydia Mutsch indem sie insbesondere auf die "actions positives" in Handwerksbetrieben eingeht. 

Weitere Informationen:

www.mega.public.lu
www.erc-online.eu

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