111 neue Meister im Handwerk
Feierliche Überreichung der Meisterbriefe für den Jahrgang 2021
111 Kandidatinnen und Kandidaten haben bei einer groß angelegten Zeremonie im Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg ihren Meisterbrief erhalten. Veranstaltet wurde die Verleihung von der Chambre des Métiers, im Beisein vom Erbgroßherzog und einigen Größen aus Politik und Wirtschaft.
Tom Oberweis, Präsident der Chambre des Métiers, zeigte sich erleichtert: Endlich konnte dieser wichtige Tag im Leben der Meisteranwärter wieder als Präsenzveranstaltung gefeiert werden. „Aufgrund der Pandemie waren die Ausbildungen in Hybridform organisiert. Da ist es schön, wenn sie das Ende ihrer Ausbildung gemeinsam erleben können.“
Neben der Überreichung der Abschlusszeugnisse wurden zusätzlich die besten Absolventinnen und Absolventen des Meisterbriefs und der Lehre für ihre überdurchschnittlichen Leistungen geehrt („Promotion du Travail“). Die Auszeichnungen gingen dieses Mal an die 16 Besten im Meisterbrief und weitere 36, die ihre Lehre besonders erfolgreich abgeschlossen hatten. Durch den Vormittag führte Camille Ney, musikalisch begleitet vom Jazz-Trio Dock In Absolute.
In ihren Reden gratulierten der Minister für Bildung, Kinder und Jugend Claude Meisch und Guy Feyder von der Landwirtschaftskammer den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Erfolg. Erbgroßherzog Guillaume brachte in einer äußerst persönlichen Botschaft an die Meisterinnen und Meister seine intensive Bewunderung für ihr Engagement und ihre Ausdauer sowie seinen tiefen Respekt für ihren Erfolg zum Ausdruck. Minister Delles unterstrich, dass das Handwerk mit rund 8.000 Unternehmen und über 100.000 Angestellten eine bedeutende Rolle für die Wirtschaft Luxemburgs spiele. Er betonte, dass die Handwerksbetriebe national wie international über einen exzellenten Ruf verfügten, und beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen zum Erhalt ihres Meisterbriefes – dem „Symbol für Unternehmertum und Durchsetzungsvermögen“. Großen Anklang beim Publikum fand zudem der eigens für die Verleihung produzierte Film, welcher bestehende Meisterinnen und Meister im Handwerk porträtierte.
Warum sich so viele Auszubildende für den Meisterbrief entschieden, darauf hatte CdM-Präsident Oberweis direkt eine Antwort: „Es ist eine typische Ausbildung für den Handwerkssektor. Weil er so multidisziplinär und vielseitig ist, ist er letztlich die Referenzausbildung für zukünftige Unternehmensleiter, Ausbilder und Führungskräfte.“ Gleichzeitig gab Oberweis einen Ausblick in die Zukunft – so würde das umfassende Programm zur Reform und Überarbeitung des Meisterbriefs, das seit 2016 gemeinsam mit dem Bildungsministerium in Angriff genommen wurde, weiterhin fortgesetzt. Mit Beginn des Schuljahres 2022-2023 werde darüber hinaus ein neuer Meisterbrief angeboten, der „Maître artisan en beauté“.
