Studie: Handwerk ohne Grenzen - Das Luxemburger Handwerk in der Welt

Mon entreprise Publié le 18.04.2018
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Marktpotenziale im Ausland identifizieren und den internationalen Markt für sich gewinnen? Die perfekte Chance für ein gesundes Betriebswachstum und eine gute Antwort auf eventuelle Schwankungen auf dem Inlandsmarkt!

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten gerade auch kleine und mittelständische Betriebe diese Chance für sich nutzen, und grenzüberschreitende Aktivitäten nicht ausschließen. Eine Erweiterung der Geschäftstätigkeit oder des Angebotes auf ausländische Märkte führt auch zu einer Reduzierung der Abhängigkeit vom regionalen oder nationalen Markt. Der Auslandsmarkt kann dabei als „zweites Standbein“ dienen und das Risiko der Abhängigkeit von nur einem (dem Heimatmarkt) reduzieren. Ein erster Startpunkt kann dabei die Erschließung der Großregion sein.

Eine aktuelle Studie der Chambre des Métiers (CdM) zeigt, dass das luxemburgische Handwerk dies auch zunehmend tut.

Um einen aktuellen Überblick zu gewinnen, hat die CdM den Konjunkturbericht des dritten Quartals 2017 um Zusatzfragen zur Auslandsaktivität ergänzt. Die Antworten von knapp 1.000 Handwerksbetrieben spiegeln die wachsende Bedeutung der Großregion, aber auch entfernterer Absatzmärkte für das Luxemburger Handwerk wieder.

Luxemburger Handwerk wird zunehmend international

Nachdem 2015 bereits 37 Prozent der befragten Betriebe angaben, grenzüberschreitend tätig zu sein, hat dieser Wert inzwischen die 40 Prozent-Marke überschritten.
 

Pays démarchés en 2014  

 

Die meisten Betriebe sind dabei im am Bau tätig. Allerdings bestätigt die Umfrage auch: Auslandsaktivität betrifft alle handwerklichen Sektoren.
 

Pays démarchés en 2014  


Zudem sind es nicht nur die großen Betriebe, die grenzüberschreitend tätig sind.
Der Studie zur Folge, steht die Größe des Unternehmens im Zusammenhang mit der Auslandsaktivität. Größere Unternehmen sind zwar eher im Ausland tätig, aber auch Kleinstbetriebe wagen inzwischen den Schritt über die Grenze.
 

Pays démarchés en 2014  


2015 gab jeder Fünfte noch nicht im Ausland aktive Unternehmer an, in naher Zukunft eine Auslandsaktivität zu planen. Der aktuellen Umfrage zu Folge plant bereits jeder Vierte einen Schritt über die Landesgrenzen hinaus. Weitere 24 Prozent sind sich hier zwar noch nicht sicher, können sich das aber gut vorstellen.

Positive Entwicklung der Auslandsaktivität zu erwarten

Knapp drei Viertel der im Ausland aktiven Handwerker spricht von einer gleichbleibenden beziehungsweise positiven Entwicklung der eigenen Auslandsaktivität.
 

Pays démarchés en 2014  


Im Durchschnitt generieren die Unternehmen gut ein Fünftel ihres Umsatzes im Ausland. Vergleicht man das mit den Antworten vorheriger Umfragen ist dieser Anteil über die Jahre hinweg relativ konstant.

Der Klassiker: die Großregion

Über 90 Prozent der im Ausland aktiven Handwerksbetriebe sind in den angrenzenden Ländern tätig. Die Großregion war, ist und bleibt damit Zielmarkt Nummer eins. Während 2015 Belgien mit 34 und Frankreich mit 33 Prozent noch klar vor dem deutschen Markt lagen, nähert sich Deutschland 2 Jahre später beiden Ländern ein paar Prozentpunkte und nähert sich so inzwischen den beiden Nachbarländern in der Beliebtheit als Zielmarkt an. 32 Prozent der Unternehmen, die im Ausland aktiv sind, haben Aufträge in Belgien. 32 Prozent sind auch auf dem französischen Markt. In Deutschland sind 2016 bereits 30 Prozent tätig gewesen.

Luxemburger Handwerk trifft man aber auch auf Märkten außerhalb der Großregion und auch außerhalb Europas an. Den Antworten zu Folge, findet man Handwerk „Made in Luxembourg“ vereinzelt auch auf dem US-amerikanischen Markt, Asien, Australien und Afrika.
 

Pays démarchés en 2014  


Handwerksbetriebe, die noch nicht im Ausland aktiv sind, das aber planen, geben oftmals Belgien, Frankreich und Deutschland als zukünftige Absatzmärkte an. Die örtliche Nähe, Sprachen sowie die Kenntnis der Märkte und Geschäftspraktiken spielen hier, laut Aussage der Betriebe, eine große Rolle.

Internationalisierung als langfristige Strategie

Die Hälfte der im Ausland tätigen luxemburgischen Handwerker gibt an, dass die Auslandsaktivität Teil der langfristig angelegten Betriebsstrategie ist. Die andere Hälfte der Betriebe fährt punktuell auf spezifische Kundenanfrage über die Grenze.
 

Pays démarchés en 2014  


Bürokratie ist nach wie vor Hindernis Nummer 1

Weniger als in den Vorjahren, aber immerhin noch die Hälfte der antwortenden Handwerksbetriebe gab die zu erfüllende Bürokratie als ein großes Hindernis im Auslandsgeschäft an. Genannt werden hier am häufigsten Probleme im Zusammenhang mit der Mitarbeiterentsendung, gerade auch bei der Beschäftigung von Grenzgängern. Da die Zielmärkte hauptsächlich die der Großregion sind, deutet dies auf einen noch nicht ganz ausgefeilten und handwerksfreundlichen einheitlichen EU-Binnenmarkt hin. Hier liegt ein enormes Verbesserungspotenzial und ein versteckter Aufruf zur Vereinfachung der Vorschriften und Auflagen verborgen.

Ein großer Wettbewerbsvorteil des Luxemburgischen Handwerks gegenüber den ausländischen Mitbewerbern ist die Internationalität im Betrieb selbst. Aufgrund der Sprachenvielfalt in Luxemburger Handwerksbetrieben ist es nicht verwunderlich, dass nur fünf bzw. vier Prozent Sprachschwierigkeiten als Problem angeben.

 

Die Chambre des Métiers als Partner bei der Internationalisierung

Die Chambre des Métiers bietet den luxemburgischen Handwerksbetrieben ganz konkret Hilfestellung an und berät ihre Mitgliedsbetriebe kompetent und unkompliziert in Fragen zur Auslandsmarkterschließung. Ein breites Angebot ist speziell auf die Bedürfnisse des Handwerks sowie kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.

Informationen zum Angebot finden Sie unter www.cdm.lu/international

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu unserem Angebot haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Ansprechpartner

Elke Hartmann (Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser., Tel.: 42 67 67 - 266)

 

 

 

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