Was ist drin für das Handwerk? CMCC

Mon entreprise Publié le 16.10.2019
Jan Kayser, Jurist, ausgebildeter Mediator und Generalsekretär des CMCC CMCC

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Das Centre de Médiation Civile et Commerciale, kurz CMCC, ist seit 2003 zentrale Anlaufstelle in Luxemburg für alle die an einem alternativen Streitbeilegungsverfahren interessiert sind. 

Aber was bedeutet das konkret? Jan Kayser, Jurist, ausgebildeter Mediator und Generalsekretär des CMCC beantwortet uns 3 Fragen.

 

Herr Kayser, das CMCC wurde 2003 gegründet und 2012 restrukturiert. Woher kommt die ursprüngliche Idee und was wurde dann vor 7 Jahren geändert und warum? 

Unser Wirtschaftsleben wird immer komplexer. Das betrifft vor allem Dienstleistungen, die sehr technisch geworden sind. Immer mehr Komplexität wird von Roboter und Computer übernommen. Für unsere Kommunikation bleiben allerdings wir verantwortlich. Gleichzeitig gewinnt diese aber immer mehr an Bedeutung. Da verschiebt sich einfach was. Das stellt uns vor immer größere Herausforderungen mit den entsprechenden Konsequenzen, gerade im Baubereich. Handwerk, Industrie, Anwälte und Ärzte haben sich im CMCC zusammengetan, um ihre Mitglieder im Rahmen dieser Entwicklung zu unterstützen. Seit 2012 stehen wir mit einem CMCC-Team zur Verfügung mit einem Angebot an Konfliktprävention und effizienter Konfliktlösung. 


Sie sind seit
2012 dabei und verfügen somit über einige Jahre Erfahrung. Wem würden Sie alternative Streitbeilegungsverfahren empfehlen und wem eventuell nicht? 

Empfehlen allen, die sich für zeitnahe Lösungen interessieren, die auch wirtschaftliche Komponenten wie den Erhalt einer Handelsbeziehung mit einbeziehen. Empfehlen auch allen, die nach Möglichkeiten suchen, wie sich in Zukunft Konflikte vermeiden lassen, um Ressourcen maximal im Sinne der Profitabilität des Unternehmens zu nutzen anstatt zur Vergangenheits-bewältigung. Abraten, wenn es um die formale Feststellung geht, wer Recht gehabt hat.

Wieso meinen Sie, sind alternative Streitbeilegungsverfahren, wie bspw. die Mediation, noch nicht so bekannt und genutzt? 

Wir Zentraleuropäer haben, anders als Amerikaner und Engländer zum Beispiel, noch Spielraum nach oben, was unseren „Reflex Mediation“ anbelangt: Eigenverantwortlich und lösungsorientiert an einen Konflikt herangehen, genauso wie das am Anfang der Beziehung beim Vertragsabschluss auch war. Im Konflikt ist das natürlich herausfordernder. Dafür ist dann der Mediator da.

 

Ihr Kontakt bei der Chambre des Métiers

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